Meldepflicht: Aktuelle Hackerangriffe

04.02.2013

Im Zuge der technologischen Entwicklung ist das Thema IT-Sicherheit immer wichtiger geworden. Millionen Bytes von Daten werden täglich durch Netzwerke, Rechner und mobile Anwendungen geschickt. Sowohl private Rechner als auch Infrastrukturen von Unternehmen müssen heutzutage vor Hackerangriffen geschützt werden. Nun will die EU-Kommission Firmen verpflichten, solche Angriffe zu melden.

Reelle Bedrohung?
Was wie aus einem Science-Fiction-Film anmutet, ist längst Realität: Unternehmen werden mithilfe von Trojanern ausgespäht  – spezielle Programme, die in ein Netzwerk eingeschleust werden, um dort Daten abzugreifen und lesbar zu machen. In erster Linie betrifft das Unternehmen, doch auch private Rechner wollen mit einer Firewall geschützt sein. In jüngster Zeit mehrten sich Angriffe auf die Datenspeicher internationaler Unternehmen – insbesondere in den USA – und politischer Einrichtungen. So attackierten Hacker die Washington Post, die New York Times und auch das Wall Street Journal.

Hackerangriffe sollen sofort gemeldet werden
Die Politik reagiert mit einem Papier, das deutsche Unternehmen verpflichtet, diese Angriffe offenzulegen, um sachgemäß darauf reagieren zu können. Das Papier enthält spezielle Maßnahmen, um die Infrastrukturen unterschiedlicher Branchen dauerhaft zu schützen. Dazu gehören Firmen aus Finanz-, Energie- und Verkehrsbereich. Auch Gesundheits- und öffentliche Verwaltungseinrichtungen sollen ‚Meldung machen‘, wenn eines ihrer Netzwerke durch Hacker angegriffen wird. Jedes EU-Land soll zudem eine Einrichtung ins Leben rufen, die auf IT-Sicherheit spezialisiert ist. In Deutschland gibt es das schon: Das Cyber-Abwehr-Zentrum in Bonn soll sicherheitsrelevantes IT-Wissen bündeln und ggf. zur Verfügung stellen. Die Krux ist: Wie sieht die Zusammenarbeit von Firmen und IT-Kompetenzzentren aus? Werden die Angriffe überhaupt zeitnah bemerkt?

Das betrifft nicht nur Firmen
Der Schritt der Politik ist indes richtig, wenn auch zu spät. Kaum eine Firma gibt Millionen aus, um sensbile Daten mithilfe von Informationstechnik zu schützen – auch wenn das notwendig wäre. Die Mühlen der Politik mahlen langsam, die technologische Entwicklung schreitet aber mit großen Schritten voran. IT-Sicherheit ist längst ein Thema, das die Infrastruktur ganzer Länder betrifft. Es geht also nicht nur um Wirtschaftsspionage, sondern auch um terroristische Angriffe.

 

 

 

Teilen:
Empfehlen
Twittern
Google+



Das könnte Sie auch Interessieren



Thema Haushalt & Technik


Neu im Magazin


css.php