Halb Deutschland unterwasser

04.06.2013

Flüsse treten über die Ufer, Straßen sind unbefahrbar und Menschen häufen Sandsäcke auf, um ihr Hab und Gut zu schützen. Im Osten und Süden von Deutschland herrschen katastrophale Bedingungen. Eine Jahrhundertflut?

Bayern, Thüringen und Sachsen stark betroffen
Seit letztem Wochenende fallen heftige Regenfälle in weiten Teilen Deutschlands nieder. Regionen, die besonders betroffen sind, liegen im Osten und Süden des Landes. Ob Passau in Bayern, Gera in Thüringen oder Leipzig in Sachsen – überall kämpfen die Menschen gegen die Fluten und sind doch hilflos. Gerade Städte in der Nähe von kleinen und großen Flüssen sind betroffen. Auch wenn sie über Deiche verfügen, die Regenfälle sind so stark wie nie zuvor. In Passau beispielsweise ist der Pegel so hoch wie seit dem Mittelalter nicht mehr.

Hilfe ist unterwegs
Erinnerungen an das Jahrhunderthochwasser im Jahr 2002 werden wach. Damlas war die Elbe stärker betroffen, aber auch Donauregionen waren landunter. Es gab Tote. Und Milliardenschäden. Derzeit läuft die Hilfe für das diesjähärige Hochwasser an: Das Technische Hilfswerk ist vierlerorts aktiv; Die Feuerwehr rückt hunderte Male aus und versucht Wasser abzupumpen, wo es nur geht. Kanzlerin Merkel hat jüngst 100 Millionen Hilfe zugesagt und sogar auf Facebook tut sich was: Mithilfe des sozialen Netzwerkes werden Helfer und Hilfsladungen koordiniert, um dort zu helfen, wo es dringend nötig ist.

Schäden und Folgen
Schon jetzt werden die Schäden auf Millionenhöhe geschätzt. Auch die Industrie befürchtet Einbuße durch die Flutkatasrophe. Es kann dauern, bis betroffene Betriebe wieder ihre Arbeit aufnehmen können. Die Beseitigung der Schäden dauert sicherlich weniger lange, doch die langfristigen Folgen sind kaum abzuschätzen. Wahlkampfthema ist die Flut jetzt schon: Viele Politiker bereisen die Flutregionen und sagen schnelle, unbürokratische Hilfe zu.

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